23.05.2011: Nordtangente in der Stadtverordnetenversammlung

14.05.2011 20:00 von admin

Über die Nordtangente wird schon sehr lange diskutiert – viel zu lange! Sie könnte längst fertig sein, war ihre Behandlung in den Gremien doch schon einmal 2006 vorgesehen. Damals hätte ihr Bau vermutlich weniger gekostet wie jetzt und B 75 - Anlieger sowie – Benutzer wären schon seit Jahren etwas entlastet. Für Umweltbewusste empfiehlt sich zudem der Blick auf unseren CO2-Rechner.
Ahrensburg hat sich jedoch zunächst für einen anderen Weg entschieden. Bürgerbeteiligung in der Zukunftswerkstatt, viele Erhebungen und Gutachten, Masterplan Verkehr usw. haben viel Geld und Zeit gekostet. Letztlich hat der aufwändige Prozess wieder ergeben, dass die Entlastung der nördlichen Lübecker Straße das drängendste Verkehrsproblem Ahrensburgs und die Nordtangente vom Kornkamp zur B 75 / Lübecker Straße allen anderen untersuchten Alternativen deutlich überlegen ist. Das ergibt sich auch aus der Vorlage der Verwaltung für die Stadtverordnetenversammlung am 23.05.2011.
Es ist sicher kein Zufall, dass erneut mehrere Initiativen mit der Forderung nach einem ganzheitlichen Verkehrskonzept versuchen, die überfällige Entscheidung für die Nordtangente zu beeinflussen. Dies mit den Ergebnissen der Zukunftswerkstatt zu begründen, an deren Ende im November 2008 sich zu Fragen der Verkehrsplanung rund 60 Ahrensburger (von 31.000) beteiligten, darf notwendige politische Beschlüsse nicht endlos verzögern. Erst recht dann nicht wenn es dazu führen würde, dass am Ende überhaupt keine (der auch für andere Teile Ahrensburgs notwendigen und wünschenswerten) Entlastungsstraßen mehr finanziert und gebaut werden könnte.
Die Entscheidung muss im Interesse Ahrensburgs getroffen werden.
Sie liegt am 23.05.2011 bei den Stadtverordneten.

Bau- und Planungsausschuss stimmt für Nordtangente!

18.03.2011 14:00 von admin

Am 16. März 2011 stand im Bau- und Planungsausschuss (BPA) nach mehr als fünf Jahren erneut die Nordtangente zum Kornkamp auf der Tagesordnung. Die Mehrheit stimmte für die hinsichtlich des Planungskorridors leicht erweitere Vorlage der Stadt. Damit ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer vernünftigen und an den Gesamtinteressen Ahrensburgs orientierten Lösung der Verkehrsprobleme im Nordosten genommen.
Als nächstes Gremium wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema befassen. IGANO hofft, dass sich die Stadtverordneten auch dort von den eindeutigen und in einem aufwändigen Prozess noch durch zahlreiche Erhebungen und Untersuchungen belegten Argumenten für die Nordtangente zum Kornkamp leiten lassen.
Die Verkehrssituation auf der Lübecker Straße / B 75 verträgt kein weiteres Zuwarten: Schon in wenigen Jahren wird die Straße nicht mehr zur Aufnahme des z.B. durch die Bebauung des Erlenhof-Geländes weiter zunehmenden Verkehrs in der Lage sein! Der Handlungsbedarf ergibt sich aber zusätzlich aus dem Auslaufen der heutigen Gemeindeverkehrswegefinanzierung: Wird die Planfeststellung nicht rechtzeitig eingeleitet, müsste Ahrensburg die Baukosten allein übernehmen. Bis 2013 kann die Stadt hingegen noch mit einem Zuschuss in Höhe von 70 %, den sie aus diesen Mitteln auch für den Kornkamp-Süd erhalten hat, rechnen!

Nordtangente: Zur Kornkamp-Variante gibt es keine vernünftige Alternative!

20.02.2011 11:00 von admin

So könnte es einmal aussehen ...
So soll es einmal aussehen...
Auf der Sitzung des Bau- und Planungsausschusses (BPA) am 16. Februar 2011 stand die „Entlastungsstraße Nord“ – die Nordtangente - auf der Tagesordnung. Fachkompetente Vertreter von sechs Planungsbüros pp. stellten im BPA ihre Bewertungen zu möglichen Trassenführungen vor. Die Experten hatten insgesamt 14 (!) unterschiedliche Varianten aus stadt- und landschaftsplanerischer Sicht, unter Lärmschutzaspekten sowie nach ihren Kosten untersucht. Dabei handelt es sich um Verbindungen von der B 75 / Lübecker Straße
  • zur Kurt-Fischer-Straße (4 Varianten),
  • direkt zum Kornkamp (6 Varianten),
  • über das Famila-Gelände zum Kornkamp (2 Varianten)
  • und zum Beimoorweg (Umfahrung Gewerbegebiet mit Anschlüssen an die Straßenzüge Ewige Weide und An der Strusbek).

Die letzte Variante wurde zusätzlich als Verbindungsstraße nach Bargteheide ohne Anschluss an die B 75 und ohne Bahnquerung untersucht.
Die Ergebnisse waren nicht überraschend aber eindeutig: Nur Varianten mit direktem Anschluss an den Kornkamp bekamen in der Gesamtbewertung durchgehend ein „Grün“. Für die übrigen Trassenführungen zeigte das Ampelprinzip bei der Belastung von Pflanzen/Tieren, Boden und Grundwasser nahezu durchgängig „Rot“, also sehr hohe Beeinträchtigungen auf. Darüber hinaus lagen die Kosten aller anderen Varianten höher als die der Trassenführungen zum Kornkamp – im Extremfall (Verbindung vom Beimoorweg nach Bargteheide) beim Vierfachen! Eine Förderung mit Bundesmitteln, die Schleswig Holstein nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz erhält, kann nur für die Kornkamp Varianten als sicher angenommen werden. Bei ihnen könnte Ahrensburg daher bis 2013 noch 70 % der Baukosten als Zuschuss erhalten. Fazit: Die Varianten, die die B 75 / Lübecker Straße am stärksten entlasten, belasten den Ahrensburger Haushalt am wenigsten!
Welche Auswirkungen hätte nun der Bau einer Nordtangente von der Lübecker Straße zum Kornkamp mit einer Bahnbrücke für die Lübecker Straße bzw. den nördlichen Teil des Stadtteils Gartenholz konkret?

  • Auf Pflanzen- und Tierwelt, Boden und Grundwasser: Abgesehen vom Flächenverbrauch, der mit jeder neuen Straße einhergeht, keine nennenswerten – und bei den Kornkamp-Varianten die geringsten überhaupt.
  • Die Lübecker Straße würde um bis zu 8.000 Fahrzeuge täglich entlastet werden, der Lärmpegel dort sowohl tagsüber als auch nachts wahrnehmbar bzw. erheblich abnehmen.
  • Die ohnehin vorhandenen Lärmemissionen im nördlichen Bereich des Stadtteils Gartenholz (Norderoogstieg und direkte Umgebung) würden sich selbst durch die – im Vergleich zu einem Tunnel nur etwa halb so teure – Brückenlösung kaum verändern. Es wäre zudem ein Trassenverlauf machbar, der den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 70 m zur Wohnbebauung deutlich überschreiten würde.
  • Die neue Bahnquerung erhielte auch einen Fuß  und Radweg und würde damit die Funktion der bisherigen „Famila-Brücke“ komplett ersetzen.
  • Die Fahrbahnhöhe der Brücke läge auf dem Niveau der heutigen Fußgängerbrücke, würde sich also auch optisch in das vorhandene Landschaftsbild einfügen. Der Straßenverlauf könnte im Nahbereich zum Gartenholz durch Bepflanzung so gestaltet werden, dass die Straße selbst optisch kaum wahrzunehmen sein würde.
  • Die Familienwiese am Norderoogstieg würde von der Nordtangente durchschnitten werden und wäre damit im hinteren Teil (Grillplatz) nicht mehr wie bisher nutzbar. Ausweichflächen sind jedoch in der Nähe vorstellbar.

Ein Aspekt wurde in der Sitzung des BPA übrigens gar nicht erwähnt: Die Nordtangente zum Kornkamp würde auch viel unnötigen Verkehr vermeiden. Täglich fahren heute Tausende Fahrzeuge aus Richtung Delingsdorf über die Lübecker Straße zwischen Schloss und Marstall hindurch über den Beimoorknoten in das Gewerbegebiet Nord. Die Strecke ist im Vergleich zur Nordtangente bis zu 3,5 km länger – hin und zurück also bis zu 7 km. Bei mehreren Tausend Fahrzeugen täglich eine ganz erhebliche aber völlig überflüssige Belastung, die heute Anlieger und Benutzer der B 75 /Lübecker Straße ertragen müssen. Was für CO2-Emissionen das bedeutet, sehen Sie auf unserer Startseite www.igano.de .
Die Befassung der politischen Gremien mit der Nordtangente begann vor mehr als zehn Jahren. 2006 waren die Planungen einschließlich erster notwendiger Abklärungen mit der Nachbargemeinde Delingsdorf bereits weit fortgeschritten. Im Februar 2007 wurden sie zu Gunsten eines aufwändigen und sicher auch kostenintensiven Verfahrens der Bürgerbeteiligung („Zukunftswerkstatt“) ausgesetzt. Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) und Masterplan Verkehr wurden bzw. werden noch immer erarbeitet. Weitere Verkehrszählungen und Berechnungen zu verschiedensten durch die Politik festgelegten „Planfällen“ erfolgten. Auch wenn sie leider bisher keine Lösungen für die Innenstadt bzw. den Ahrensburger Süden aufzeigen: Die Notwendigkeit der Nordtangente wurde einmal mehr zweifelsfrei belegt.

Politische Entscheidungen zum Bau der Nordtangente sind überfällig – im Interesse Ahrensburgs. Die Zeit drängt: 2013 läuft die heutige Gemeindeverkehrswegefinanzierung aus …

IGANO fordert die politischen Gremien Ahrensburgs erneut auf, die eindeutigen Ergebnisse des aufwändigen und jahrelangen Prozesses nunmehr aufzugreifen und Entscheidungen im Sinne ihrer Verantwortung für Ahrensburg und das Allgemeinwohl treffen.

Masterplan Verkehr: Erste Ergebnisse der Verkehrsmodellrechnungen vorgestellt

16.01.2011 19:40 von admin

Es geht voran mit dem Masterplan Verkehr: Herr Luft vom Planungsbüro Urbanus stellte dem Bau- und Planungsausschuss (BPA) am 12. und interessierten Bürgern im Forum Masterplan am 13. Januar 2011 erste Ergebnisse zu den „Planfällen“ vor, die nach Auswahl durch den BPA im vergangenen Jahr weiter untersucht werden sollten. Auf den beiden Veranstaltungen im Marstall präsentierte er verständlich und sachlich Berechnungen zu Trassenführungen und ‑Varianten. Herr Luft stellte zunächst den Status Quo, d.h. die heutige Verkehrsbelastung des Ahrensburger Straßennetzes, und dann das Szenario für 2025, also die Berechnung der dann zu erwartenden Verkehrsbelastung, dar. Anschließend zeigte er die Auswirkungen der Planfälle auf, mit deren Berechnung er beauftragt worden war. Nicht berechnet wurde lediglich die Variante einer Nordtangente über das Famila-Gelände am Kornkamp. Bürgermeister Sarach wies hierzu darauf hin, dass Famila am heutigen Standort ihres Verbrauchermarktes verbleiben will und diese Trassenführung daher nicht weiter zu untersuchen war.

Die Ergebnisse waren auch ohne diese Variante deutlich. Hier nur einige Aussagen:
  • Das Verkehrsaufkommen in Ahrensburg wird bis 2025 weiter zunehmen (9 % mehr Pkw, 20 % mehr regionaler und Durchgangsverkehr). Dies betrifft besonders das Umfeld des Gewerbegebietes Nord und die Lübecker Straße.
  • Neuralgische Abschnitte wie die Lübecker Straße oder der Bereich des Beimoorknotens sind nicht in der Lage, diese Verkehrsmengen aufzunehmen.
  • Auch bei - sehr optimistisch berechneter – starker Erhöhung (+ 25 %) von Rad- und Öffentlichem Nahverkehr wird diese Entwicklung ohne weitere Gegenmaßnahmen nicht zu verhindern sein.
  • Die größte Bedeutung hat die Verbindung zwischen der B 75 im Norden (Lübecker Straße) und dem Gewerbegebiet Nord. Dieser Netzschluss („Nordtangente“) ist sogar Voraussetzung für eine verkehrs-städtebaulich verträgliche Stadtentwicklung (Bebauung Erlenhof, Gewerbegebiet Beimoor-Süd) im Norden Ahrensburgs.
  • In der Ahrensburger Situation haben enge/stadtnahe Trassenführungen größere Wirkung als weiträumigere Lösungen. Den höchsten Nutzwert für die Stadt haben die „Netzschlüsse“ im Norden wie die Nordtangente.
  • In der Abwägung zwischen einer Trassenführung von der B 75 zum Kornkamp (Planfall 3) oder zur Kurt‑Fischer‑Straße (Planfall 3A) weist eine Lösung über den Kornkamp deutliche Vorteile auf. Die Variante entlastet die Lübecker Straße erheblich stärker. Sie dürfte auch nicht nur billiger sein, sondern es wären aufgrund der Aufnahme von ca. 8.000 Fahrzeugen/Tag gegenüber ca. 5.000 bei der Kurt-Fischer-Variante auch Fördermittel zu erwarten, was den finanziellen Aufwand für Ahrensburg noch einmal reduziert. Dies sei für neue Straßen, die nur maximal 5.000 Fahrzeuge/Tag aufnehmen, fraglich.
  • Die Planfälle 4 „Nordtangente + Weiterführung zur L 225/Bünningstedt“ bzw. 5 „Nordtangente + Weiterführung über die L 225 bis zum Rosenweg“ würden die Lübecker Straße zwar noch stärker entlasten, verlagern aber zusätzlichen Verkehr in den Bereich Reeshoop bzw. Rosenweg. Sie wurden daher eher nicht empfohlen.
  • Insgesamt sind für die Bewertung der Trassenführungen eine Vielzahl von Faktoren aus den Bereichen Qualität als Lebens- bzw. Wirtschaftsraum, Verkehrsqualität, Umweltqualität, Finanzierbarkeit und Machbarkeit (Wer ist alles zu beteiligen?) zu berücksichtigen.
Im Forum Masterplan hatten die Ahrensburger Gelegenheit, nachzufragen sowie Kritik und Anregungen vorzubringen. Davon wurde reichlich Gebrauch gemacht, wobei auch die Emotionen gelegentlich spürbar wurden. Bürgermeister Sarach sagte zu, die Beiträge an den Bau‑ und Planungsausschuss weiterzuleiten.

Bis hierher war es schon ein sehr langer, aufwändiger und teurer Prozess.

Die IGANO hofft, dass die eindeutigen Ergebnisse nun auch von den verantwortlichen Politikern Ahrensburgs aufgegriffen und im Sinne des Allgemeinwohls endlich Entscheidungen getroffen werden.

IGANO startet neue Plakat-Aktion!

11.01.2011 12:00 von admin

Plakat-Aktion III

Es hat lange gedauert, aber nun ist es so weit: Am 12. und 13. Januar werden die ersten Berechnungen zu den „Planfällen“, die der Ahrensburger Bau- und Planungsausschuss 2010 ausgewählt hat, präsentiert werden. Die Berechnungen sollen Auskunft darüber geben, wie sich verschiedene Trassenführungen auswirken, ob sie also die bestehenden und weiter zunehmenden Verkehrsprobleme Ahrensburgs lösen oder wenigstens deutlich verringern können, anderswo zu Be- oder Entlastungen führen, finanziell realisierbar sind usw. Die IGANO sieht den Ergebnissen mit Spannung entgegen, denn viele der untersuchten Varianten betreffen die Situation im Nordosten Ahrensburgs und damit auch die von uns geforderte „Nordtangente“.

Für die aktuelle Plakat-Aktion haben die IGANO-Mitglieder neue Plakte mit aktuellem, frischem Design entworfen. Sie unterstreichen die Forderung nach einer zügigen Entscheidung zum Bau einer Nordtangente und werden in den kommenden Wochen im Ahrensburger Stadtgebiet zu sehen sein.

Nordtangente über das Familagelände?

14.11.2010 20:36 von admin

Wir von der IGANO begrüßen ausdrücklich, dass sich die Vertreter der Wirtschaft für den schnellen Bau der Nordtangente einsetzen und erneut auf die Dringlichkeit der Lage hinweisen.
Wie die Wirtschaft selbst in dem Artikel erwähnt, ist der Zeitrahmen in dem eine Entscheidung seitens der Politik fallen muss, äußerst knapp. Um Fördermittel zu erhalten, muss bis spätestens 2013 mit dem Bau begonnen werden.

Bei einem Zeitraum von min. einem Jahr für ein nötiges Planfeststellungsverfahren und weiteren Verzögerungen durch z.B. Vergabeverfahren für die Ausführungsarbeiten bedeutet dies, dass für die konkrete Planung und die Entscheidung seitens der Politik gerade noch ca. ein halbes Jahr Zeit bleibt.

Aus diesem Grund sehen wir den neuen Trassenvorschlag skeptisch, da erneute Variantendiskussionen den weiteren Entscheidungsprozess eher verzögern werden. Seit über fünf Jahren, wird bereits über mannigfaltige Trassenverläufe diskutiert. Ohne nennenswerte neue Erkenntnisse.

Wir gehen davon aus, dass bei der Vorstellung der gerechneten Verkehrsszenarien erneut die Variante mit Anbindung an den Kornkamp und Querung der Bahn auf Höhe der Familabrücke die klare Empfehlung bekommt.

Bei der Entfernung von mindestens 100 Meter und entsprechenden Lärmschutzmaßnahmen sind die entstehenden Belastungen für die ca. 50 Anwohner am Norderogstieg minimal und zumutbar. Die zu erwartenden erheblichen Mehrkosten für eine etwaige Umsiedlung von Famila und den längeren Streckenverlauf könnten, falls überhaupt finanzierbar, besser in eine Trog-/Tunnellösung investiert werden.

Solange keine konkreten Aussagen seitens Famila und auch Delingsdorf vorliegen, macht eine weitere Diskussion zu der Variante aber ohnehin keinen Sinn.

Fazit:

Durch die weitere Urbanisierung im Norden von Ahrensburg und die Erlenhofbebauung wird sich die Situation an der B 75 noch weiter verschärfen. Weitere Variantendiskussionen können eine Entscheidungsfindung seitens der Politik nicht ersetzen.

Die Politik war zu lange untätig und hat sich vor den wichtigen Entscheidungen in Ahrensburg gedrückt. Jetzt wird sich zeigen, ob sie sich weiterhin denen unterordnet die am lautesten schreien oder endlich anhand von Sachargumenten für die Zukunft von Ahrensburg entscheidet.

Der beste Zeitpunkt für die Entscheidung zur Nordtangente war 2006.

Der späteste Zeitpunkt für die Entscheidung ist jetzt!

Erlenhofbebauung: IGANO appelliert an die Stadtverordneten

25.09.2010 13:00 von admin

Die Planungen zur Bebauung des Erlenhof-Geländes gehen weiter voran. Sie werden Thema der Stadtverordnetenversammlung am 27.09.2010 sein.

Die IGANO, deren Mitglieder vielfach Anlieger der B 75 / Lübecker Straße sind, appelliert daher an die Stadtverordneten, endlich auch die Planungen zur Entlastung der Lübecker Straße voranzutreiben. Wer den Erlenhof will, muss auch die Verkehrsprobleme im Nordosten Ahrensburgs lösen!

Die IGANO weist nachdrücklich darauf hin, dass die Bebauung des Erlenhofs zusätzlichen Verkehr für die Lübecker Straße bringen wird. Wir fordern die Stadtverordnetenversammlung auf, den überfälligen Bau der Nordtangente nicht durch zusätzliche „Planfälle“, deren Realisierung von vornherein unrealistisch ist, noch weiter zu verzögern.

Den Brief an die Ahrensburger Stadtverordneten, den Bürgervorsteher und den Bürgermeister können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

B 75 über die Kurt-Fischer-Straße?

08.08.2010 18:00 von admin

Im Zuge der Vorbereitungen für den „Masterplan Verkehr“ bemühen sich einige Interessenvertreter darum, dass nachträglich noch die sog. „Fischer‑Knoll‑Variante“ als weiterer Planfall aufgenommen wird. Sie würde die Anlieger der Kurt‑Fischer‑Straße unmittelbar betreffen:

-     Bau einer Verbindungsstraße von der B 75 in Delingsdorf zur Kurt‑Fischer‑Straße. Dieser Straßenzug soll an Stelle der Lübecker Straße als Bundesstraße 75 ausgewiesen und mit einer „Kurt‑Fischer‑Straße Süd“ an den Ostring angeschlossen werden.

-     Bau einer zusätzlichen Verbindung von der B 75 in Höhe Kremerberg über das nördliche Ende der Kurt‑Fischer‑Straße zur K 106 (Beimoorweg).

Wer sich schon länger mit den Verkehrsplanungen für Ahrensburg beschäftigt weiß, dass die Planungen für eine ca. 800 m lange „Nordtangente“ von der B 75 in Höhe Kremerberg zum Kornkamp bereits 2006 weit fortgeschritten waren. Die Verbindung vom Ostring zum Kornkamp, der Kornkamp-Süd, war schon fertiggestellt und auch die notwendige Zustimmung der Nachbargemeinde Delingsdorf zu dieser Variante ‑ und nur zu ihr! ‑ lag vor. Schließlich muss jede neue Straße von der B 75 in das Gewerbegebiet Nord über Delingsdorfer Gebiet verlaufen, denn der Stadtteil Gartenholz wurde bis an Ahrensburgs Grenze gebaut.

Die Planungen wurden allerdings im Herbst 2006 zunächst auf Eis gelegt. Dafür gab es dann 2008 eine aufwändige Form der Bürgerbeteiligung (Zukunftswerkstatt pp.), die zwar die Wirklichkeit nicht änderte aber zu immer weiteren Verzögerungen führte.

Aktuell werden elf „Planfälle“ für den Masterplan Verkehr gerechnet, darunter auch mehrere Varianten für die Nordtangente. Demnächst müssen die politischen Gremien Ahrensburgs entscheiden, ob zusätzlich ‑ ebenfalls für mehrere Tausend Euro Haushaltsmittel ‑ die zu Beginn beschriebene Variante über die Kurt‑Fischer‑ Straße „gerechnet“ werden soll.

Die IGANO hält dies für überflüssig und einen weiteren Versuch, unter dem Deckmantel der - überfälligen - Entlastung der B 75 / Lübecker Straße die Lösung der Verkehrsprobleme im Nordosten Ahrensburgs bis zum Sankt‑Nimmerleins‑Tag zu verzögern. Jetzt also durch eine sehr viel aufwändigere, teurere und in ihrer Machbarkeit mehr als zweifelhafte Lösung zu Lasten von Bewohnern und Gewerbe im Bereich der Kurt‑Fischer‑Straße.

Die IGANO wird sich weiter für den zügigen Bau des fehlenden Verbindungsstückes der Nordtangente zwischen Lübecker Straße und Kornkamp einsetzen.

 

 

Sind wir nicht alle ein bisschen VIGA? NEIN!

15.02.2010 17:19 von admin

Die IGANO distanziert sich öffentlich von der VIGA und ihrem erneuten Versuch die Entwicklung von Ahrensburg zu beeinflussen. In einem Brief an alle Stadtverordneten forderte die VIGA Änderungen/Korrekturen an dem zur Zeit in der Abstimmung befindlichen ISEK der Stadt Ahrensburg. Zusätzlich soll an einem "runden Tisch" mit der Politik und Vertretern der einzelnen Interessengemeinschaften die Zukunft Ahrensburgs ausgekungelt werden.

Dies wird die IGANO nicht unterstützen.

11.180 Wähler haben bei der letzten Kommunalwahl ihre Stimme angegeben. Dieses Votum darf nicht von einigen in Interessengemeinschaften organisierten Bürgern ausgehebelt/überstimmt werden, die letztlich ihre Partikularinteressen vertreten und nicht das Allgemeinwohl.

Öffentlicher Brief zu den Verkehrsumlegungsvarianten

01.02.2010 18:36 von admin

Bisher wurden Maßnahmen zur Entlastung der Lübecker Straße vom Vorliegen neuester Verkehrszahlen abhängig gemacht. Die Verkehrsbestandsdaten aus der Verkehrszählung Mai 2009 liegen seit Dezember 2009 vor.  Jetzt zeigt sich leider, dass einige Parteien und Politiker nicht daran interessiert sind,  Planfälle in Auftrag zu geben, die die Verkehrswirksamkeit der Entlastungsstraße Nord untersuchen.
Da wir als IGANO der Auffassung sind, dass es kein Denkverbot für den Bau von Entlastungsstrassen geben darf, haben wir einen offenen Brief an die Bürgermeisterin, den Bürgervorsteher, den Vorsitzenden des Bau- und Planungsausschuss sowie an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien von Ahrensburg und an die Presse gesandt.

Der Brief kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.