Dichtung und Wahrheit

26.07.2009 17:15 von admin

Normalerweise kommentiert die IGANO Meinungsäußerungen in den Medien nicht. Eine Veröffentlichung vom 22.07.2009 unter „Politiker und Parteien haben das Wort“ im Ahrensburger Markt (hier finden Sie den Artikel) ist da eine Ausnahme. Thomas Bellizzi von der FDP hat darin versucht, sich und seine Partei so darzustellen als würden sie durch konstruktive Vorschläge zur – in der Tat lange überfälligen - Lösung der Verkehrsprobleme im Norden Ahrensburgs beitragen. Einen solchen Eindruck anzustreben ist legitim und gerade vor dem Hintergrund der zahlreichen im September anstehenden Wahlen nur zu verständlich. Noch besser wäre es, wenn auch an inhaltlichen Fortschritten ein Interesse erkennbar wäre. Ärgerlich wird es, wenn eigentlich andere Absichten verfolgt werden. Und nicht zu akzeptieren ist es, wenn dazu noch die Öffentlichkeit getäuscht wird - und die Wahrheit auf der Strecke bleibt.


Kurz die Vorgeschichte:

Anfang Juli hatte die Ahrensburger FDP-Fraktion einen Antrag in den Bau- und Planungsausschuss eingebracht. Mit ihm wollte sie
1. die Prüfung einer Verbindungsstraße östlich der Bahnlinie vom Gewerbegebiet Nord nach Bargteheide und
2. die Aussetzung der Planungen zur Nordtangente
erreichen. Diese Straße soll also über das Gebiet von drei Gemeinden verlaufen. Der Delingsdorfer Bürgermeister hat auch gleich deutlich gemacht, was er von dem Vorschlag hält: Nichts. Finanziert werden müsste sie übrigens auch noch - und zwar nicht aus Ahrensburger Mitteln, denn es wäre keine Gemeindestraße. Aber vor allem: Sie hätte kaum eine Entlastungswirkung für die Lübecker Straße, denn z.B. die Delingsdorfer oder die Gartenhölzer müssten mit dem Auto weiterhin auf der B 75 zwischen Schloss und Marstall hindurch, um das Gewerbegebiet Nord zu erreichen! Man kann sich leicht ausmalen, wann eine solche Straße fertig gestellt werden würde: Nie.

So weit ist das gar nicht so schwer zu durchschauen. Eigentlich ging es der FDP auch um ganz etwas anderes: Wenn nämlich die Ziffer 2 ihres Antrages beschlossen worden wäre, so wäre die Nordtangente wohl zumindest für lange Zeit vom Tisch.
Die Mitglieder des Bau  und Planungsausschusses (die FDP hat dort nur ein Antrags- und kein Stimmrecht) haben das jedoch in ihrer Sitzung am 15. Juli erkannt. Die Diskussion war keineswegs so einvernehmlich, wie Herr Bellizzi durch die Verwendung des Begriffs „einstimmig“ glauben machen möchte. Er hat auch vergessen zu erwähnen, dass er die Ziffer 2 des FDP-Antrages zurückgezogen hat. Der Ausschuss stimmte also nur noch über die (wohl überflüssige, s.o.) Prüfung einer Straße östlich der Bahnlinie ab. Planungen zur Nordtangente sind davon nicht betroffen!

Leider waren die Öffentlichkeit und die lokalen Zeitungen bei der Sitzung wohl nicht so richtig präsent. Dabei wurde doch im Ausschuss z.B. auch vorgetragen, dass kürzlich ein Unternehmen „wegen der unklaren Verkehrssituation im Norden Ahrensburgs“ von der Ansiedlung im Gewerbegebiet Nord Abstand genommen hat. Ein Unternehmen, das 1.200 Arbeitsplätze nach Ahrensburg gebracht hätte…

Auch dieses Beispiel zeigt wieder einmal deutlich: Es geht bei der Nordtangente keineswegs einfach darum, dass "wenige Anlieger der Lübecker Straße" ihre Situation zu Lasten anderer verbessern wollen.

Was hat das alles überhaupt mit St. Florian zu tun? Tatsächlich sind doch gerade die vielen neuen Wohngebiete, die im Laufe der Jahre z.B. in Delingsdorf und Bargteheide, aber auch in Ahrensburg (z.B. Gartenholz) entlang der B 75 geschaffen wurden, eine Ursache für die enorme Zunahme des Straßenverkehrs auf der Lübecker Straße. Leider wurde es von den jeweiligen Entscheidungsträgern – dazu gehören auch Kommunalpolitiker, Herr Bellizzi – versäumt, die zu erwarteten Auswirkungen auf den Straßenverkehr gleich mit einzuplanen. Man hat ja die B 75, die kann doch den zusätzlichen Verkehr aufnehmen, oder? Z.B. aus dem Gartenholz mit etwa 5.000 Bewohnern und 3.000 Autos. Und die Kremerberger wohnen doch schon ewig an einer Bundesstraße, die werden das doch wohl abkönnen, nicht wahr? Und falls sie sich erdreisten sollten, eine Entlastung von dem im Gegensatz zu früher unerträglich starken Verkehr vor ihrer Haustür zu fordern, dann macht man einfach das Opfer zum Täter und wirft ihm das St. Florians-Prinzip vor - so jedenfalls die „Methode Bellizzi“.

Die IGANO wird solchen Versuchen auch weiterhin entschlossen entgegentreten! 

 

Weiträumige Umfahrung oder weiträumige Verzögerung?

01.04.2009 15:17 von admin

Es klingt doch alles so einfach. Warum eine Entlastungsstraße in Stadtnähe bauen, wenn man doch genauso gut "weiträumig umfahren" könnte.
Aber leider sieht die Realität etwas komplizierter aus. Die Nordtangente soll den Zielverkehr aus dem Norden auf möglichst schnellem Wege ins Gewerbegebiet führen. Dieser Verkehr möchte sein Ziel schnell erreichen und es nicht zuerst "weiträumig umfahren". Da Ahrensburg bis an seine Grenzen gebaut hat, müssten bereits die näher gelegenen Varianten zu großem Teil auf dem Gebiet der Nachbargemeinden verlaufen. Das dies die Nachbarn nicht sonderlich erfreut ist relativ logisch. Wie soll diesen Gemeinden vermittelt werden, dass sie zur Lösung Ahrensburger Verkehrsprobleme durch "weiträumige Umfahrungen" noch viel größere Bereiche ihres Grüngürtels abtreten sollen? Darauf konnte uns auch die Zukunftswerkstatt mit ihren selbst ernannten Verkehrsexperten, die diese "weiträumigen Umfahrungen" forderten, genauso wenig Antworten liefern wie auf die Frage der immensen Kosten solcher Bauvorhaben. Natürlich sollen diese Umfahrungen trotzdem , obwohl unrealistisch, völlig "ergebnisoffen" geprüft  und selbstverständlich auch die "überregionalen Zusammenhänge" berücksichtigt werden.

Zugegeben keine schlechte Strategie!
Aber langsam wirft das schon die Frage auf, ob hier wirklich die "weiträumige Umfahrung" oder eher die "weiträumige Verzögerung" unliebsamer Bauvorhaben im Vordergrund steht.

Nord- und Westtangente als Autobahnzubringer? Wohl kaum!

16.03.2009 23:47 von admin

Autobahnzufahrt Ahrensburg vs. Bargteheide

Das neueste Argument der Tangentengegner ist, dass die Nordtangente und eine eventuelle weiterführende Westtangente zur Bünningstedter Straße, von den Bewohnern aus dem nördlichen Hamburg als Zubringer zum Autobahnanschluss A1/Bargteheide benutzt wird. Diese Verbindung wäre "erheblich attraktiver" als die bisherige Anbindung über Bargteheide. Dadurch, so die Hypothese der Tangentengegner, würde immenser zusätzlicher Verkehr angezogen, der sich dann durch den Norden von Ahrensburg wälzt.

Kommentar:
Auf der nebenstehenden Karte ist die bisherige Zufahrt über Bargteheide sowie die eventuelle neue Verbindung über Nord- und Westtangente zum direkten Vergleich eingezeichnet. Wie man unschwer erkennen kann, ist die Zufahrt über Ahrensburg und die Nord- und Westtangente ca. 4-5 Kilometer länger. Schneller ist die Verbindung über Bargteheide ebenso, denn die Tangentengegner unterschlagen, dass Bargteheide bereits die Westumgehung beschlossen hat, durch die die Ortsdurchfahrt entfallen wird. Zusätzlich wäre der Weg über Ahrensburg in vielen Bereichen schlechter ausgebaut als die bisherige Verbindung über Bargteheide.
Verkehr sucht sich immer den Weg des geringsten Widerstands. Je kürzer die Fahrzeit und je besser der Ausbau der Strecke desto höher die Nutzung. Auch Routenplaner und Navigationssysteme würden hier klar den Weg über Bargteheide empfehlen. Interessant ist, dass man auch heute schon über Reeshoop, Doppeleiche, Woldenhorn und Beimoorweg (grün gekennzeichet) bequem zur A1 fahren kann. Dieser Weg ist gleich lang wie die Variante über Nord- und Westtangente. Folglich müsste Ahrensburg schon heute im Autobahn-Zubringerverkehr ersticken. Das ist aber nicht der Fall.



Plakat-Aktion II gestartet!

01.03.2009 12:00 von admin

Plakat-Aktion II

Die Ahrensburger Zukunftswerkstatt ist erst einmal beendet, die Ergebnisse sind an die verantwortlichen Gremien übergeben. Die Verkehrsprobleme an der B75 - Lübecker Straße und die Notwendigkeit zu politischen Entscheidungen gehen auch aus ihnen klar hervor.

Von Beginn an haben viele Anlieger der Lübecker Straße skeptisch auf die Zukunftswerkstatt geschaut - und das nicht, weil sie etwas gegen die Beteiligung der Ahrensburger an der Gestaltung ihrer Stadt haben. Sie befürchten vielmehr, dass dadurch notwendige Entscheidungen für den Bau der Nordtangente immer wieder verschoben werden könnten - zum Nachteil Ahrensburgs wie auch der B 75 - Anlieger.

Ihre Befürchtungen sind nachvollziehbar: Der auf der letzten Zukunftswerkstatt am 29.11.2008 vorgestellte Zeitplan umfasste z.B. eine erneute Verkehrszählung und eine Einwohnerversammlung etwa im Februar 2009. Leider war er bis dahin schon wieder ad absurdum geführt.

Die Belastungen an der B 75 – Lübecker Straße bestehen weiterhin. Nur eine Entlastungsstraße wird daran etwas ändern – und zwar völlig unabhängig von den anderen Themen und Inhalten der Zukunftswerkstatt!

Die IGANO hat daher am Montag, dem 23.02.2009, erneut eine Plakataktion gestartet. An mehreren exponierten Stellen im Ahrensburger Stadtgebiet wurden Plakate aufgestellt, um die Forderung nach einer Nordtangente zu unterstreichen. Über die Aktion wurde auch in den lokalen Medien berichtet.

IGANO versendet Grüße zum neuen Jahr!

01.01.2009 00:00 von admin

Neues aus Ahrensburg

Zum Beginn des Jahres 2009 hat die IGANO eine kleine Geschichte aus und für Ahrensburg versandt. In lockerem, leicht verständlichem und manchmal humorvollem Stil geht es auch darin um die ungelösten Verkehrsprobleme im Bereich der Lübecker Straße / B 75.

Der bisher noch weitgehend unbekannte Autor I.G. Kremer-Berg setzt sich in seinem Erstlingswerk mit Hintergründen, Lösungsansätzen und besonders der Frage, warum sie noch nicht umgesetzt sind, auseinander. Dabei versucht er zu klären, wie sich Partikularinteressen und das St. Florians-Prinzip für stark, weniger und gar nicht Betroffene auswirken. Sein Beitrag soll auch bei Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung etwas Nachdenklichkeit und Verständnis für die Situation der B 75-Anlieger erzeugen.
 
Hier können Sie die Geschichte als PDF-Dokument downloaden.

Unterschriftenaktion gestartet!

19.12.2008 16:33 von admin

Bei den Anliegern der Lübecker Straße haben wir für unsere Ziel, den Bau der Nordtangente zu erreichen, eine 90%-tige Zustimmung erhalten.
 
Da die B75 mitten durch Ahrensburg verläuft, wirkt sich das hohe Verkehrsaufkommen dieser Bundesstraße mit ihrem  Lärm und Immissionen auf große Teile der Innenstadt von Ahrensburg aus. Die Belastungen zeigen auch die aktuellen Lärmkarten der Stadt Ahrensburg deutlich. Die Reduzierung des gesundheitsgefährdenden Lärms und der Immissionen kann nur durch eine erhebliche Verringerung des Verkehrs  auf der B75 - Lübecker Straße erreicht werden. Dafür wird eine Entlastungsstraße benötigt. Deshalb treten wir für den Bau der Nordtangente ein!
 
Wenn auch Sie für den Bau der Nordtangente sind, unterstützen Sie uns und sammeln Sie Unterschriften von Freunden, Bekannten und Nachbarn. Eine Vorlage einer Unterschriftenliste finden Sie hier.


Plakat-Aktion gestartet!

24.11.2008 11:12 von admin

Plakat-Aktion
Um eine größere Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit für die Verkehrsprobleme an der Lübecker Straße zu erreichen, hat die IGANO eine Plakat-Aktion gestartet. Seit Montag den 24ten November stehen diese Plakate auf vielen Grundstücken der Anwohner der Lübecker Straße.

Wenn auch Sie sich an der Plakat-Aktion beteiligen möchten, wenden Sie sich bitte an einen Ansprechpartner der IGANO oder schreiben Sie uns einfach eine E-Mail über unser Kontaktformular.

Gründung der IGANO - Interessengemeinschaft Ahrensburg Nord-Ost!

01.11.2008 15:00 von admin

Bei einem Treffen von Anwohnern der Lübecker Straße wurde die IGANO - Interessengemeinschaft Ahrensburg Nord-Ost gegründet. Ziel der IGANO ist, die Interessen der Bürger des nordöstlichen Ahrensburgs zu bündeln und ihnen damit stärkeres Gehör bei Verwaltung und Politik in Ahrensburg zu verschaffen.

Als ein Schwerpunkt wird sich die IGANO in die laufende Diskussion um eine Nördliche Entlastungsstraße (Nordtangente) verstärkt einschalten. Ziel dabei ist die zeitnahe Wiederaufnahme der Planungen und eine schnellstmögliche Umsetzung der Entlastungsstraße.