Ihre Meinung ist gefragt!

Die Verkehrszahlen und Lärmkarten sprechen für sich. Das Wahrzeichen Ahrensburgs, das Schloss und der Marstall versinken im Verkehr und die Anwohner der Lübecker Straße leiden. Die Betriebe im Gewerbegebiet Nord forden dringend eine zusätzliche nördliche Verkehrsanbindung. Der neue Bahnhof Gartenholz wird im Dezember seinen Betrieb aufnehmen - allerdings ohne vernünftige Verkehrsanbindung für Pendler aus dem Norden.

All diese Probleme könnte ein ca. 900 Meter langes Stückchen Straße, die Nordtangente, lösen. Bei einer Bahnquerung mit Tunnel würden auch keine weiteren Belastungen für andere Bürger entstehen. 

Ist doch also alles ganz einfach oder nicht?

Was ist Ihre Meinung?

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Was ist die Summe aus 9 und 9?*
Kommentar von Herr Rossi | 23.04.2009
Ich finds gut was ihr macht!
Die Nordtangente macht Sinn weil dadurch die Haltestelle Gartenholz angebunden wird. Ohne starken ÖPNV helfen in Zukunft auch neue Straßen nix mehr.
Kommentar von Frau Hase | 07.05.2009
Hallo Igano!
Ehrlich gesagt, mir fehlt hier eine Gesamtbetrachtung, also eine Bewertung der Konsequenzen bei Bau einer Nordtrasse für die westl. Bewohner der Lübecker Straße. (insbes. im Falle der späteren Fortführung der Nordtangente) Die momentane Betrachtung empfinde ich - im wahrsten Sinne des Wortes - als sehr einseitig und sehr begrenzt. Wo ist der, der von oben darauf schaut und eine grenzenübergreifend sinnvolle Lösung erarbeitet?
Und ich schließe jetzt schon Wetten ab, wenn im westl. Ahrensburg oder in Bünningstedt später jmd. eine Umgehung oder die Weiterführung der Trasse möchte, dann ist von der IGANO keiner mehr am Start, dann ist der Verkehr vor der Haustür ja bereits "erledigt". Oder irre ich mich?
Ich freue mich, wenn dieser Denkanstoß mit in die Betrachtung aufgenommen wird.
Kommentar von Christian Christensen | 20.07.2009
Zufällig bin ich bei einer Radfahrt durch Ahrensburg auf die IGANO aufmerksam geworden. Die Internetseite ist sehr übersichtlich gestaltet und deutlich das Für und Wider auf.

Ohne Zweifel, die immense Zunahme des Verkehrs ist eine große Belastung für die an den Straßen lebende Bevölkerung. Das ist mir als Großstädter nur allzu gut beknannt.
Und auch für die schöne Umgebung des Ahrensburger Schlosses wäre es natürlich von Vorteil, wenn diese nicht von zwei verkehrsreichen Straßen durchzogen würde.

Aus meiner Sicht als Außenstehender halte ich die Argumente der IGANO, die für eine Umgehung in Form einer Nordtangente sprechen, jedoch nicht in allen Punkten nachvollziehbar, würde doch bei diesen Plänen der Verkehr überwiegend auf andere abgewälzt werden, insbesondere auf die Bewohner Bünningstedts.

Ich gehe davon aus, dass weder im jetzigen Zustand noch nach dem Bau einer Umgehungsstraße die Lübecker Straße in Ahrensburg als Autobahnzubringer dient.
Wenn ich als Hamburger zur A 1 Richtung Lübeck fahre, nutze ich - aus Richtung Bergstedt kommend - die ehem. B 434 bis Bargteheide und fahre dann weiter nach Hammoor zur Autobahnauffahrt. Komme ich aus Richtung Volksdorf, geht es auf der B 75 und dem Beimoorweg nach Hammoor zur A 1.

In welchen Situationen nutze ich die Lübecker Straße? Immer dann, wenn ich von Bargteheide nach Volksdorf/Rahlstedt fahre. Gäbe es eine Umgehungsstraße würde mir diese nichts bringen und ich würde trotzdem die Lübecker Straße und die Ortsdurchfahrt Ahrensburg nutzen. Man müsste die Lübecker Straße schon zur Sackgasse umbauen, um sie wirklich vom Verkehr zu beruhigen, wie es z.B. vor Jahren die Bürger der Straße Eckhorst in Bargteheide per Gerichtsbeschluss nach einem Planungsfehler erreichte haben.

Letzlich lässt sich aus meiner Sicht feststellen: Das Ziel der IGANO, das Problem der Zunahme des Verkehrs anzugehen, ist sehr gut! Der eingeschlagene Weg, eine Umgehungstraße als Nordtangente zu fordern, würde allerdings nicht zum Erfolg führen. Die Nordtagente würde allenfalls dazu dienen, den Ahrensburgern und den Anreinern aus Delingsdorf, Timmerhorn, Bargteheide und Bünningstedt eine schnelle Erreichbarkeit des Gewerbegebietes Kronskamp zu ermöglichen.
Die Nordtantente würde jedoch nicht zu einer Umleitung des die Lübecker Straße nutzenden Durchgangsverkehres in Nord-Süd-Richtung führen.
Kommentar von einem IGANO Mitglied | 30.07.2009
Wir von der IGANO setzen uns in erster Linie für die Nordtangente ein. Das heißt für eine nördliche Anbindung des Gewerbegebietes an die B75. Diese Anbindung ist notwendig und realisierbar, ohne! dass der Verkehr dabei auf andere Bürger "abgewälzt" wird. Ob eine eventuelle spätere Fortführung Richtung Westen sinnvoll und verträglich zu realisieren ist, müssen die aktuellen Verkehrserhebungen erst zeigen.

Auch die Anwohner der Lübecker Straße wissen, dass die Nordtangente kein "Allheilmittel" ist. Wir werden auch nach dem Bau noch viel Verkehr vor unserer Haustür haben. Eine Entlastung (wenigstens zum Teil) ist bei 20.000 Kfz/Tag aber wohl mehr als nötig.
Kommentar von Der Thomas | 14.12.2009
Auch ich bin nicht grundsätzlich gegen die Nordtangente, auch wenn sie mir persönlich keinen Nutzen verschaffen würde.
Mich würde aber interessieren, ob schon genauer analysiert wurde, wohin der allmorgentlich auftretende Verkehr aus Richtung Bargteheide denn eigentlich will ? Mir scheint, das es sich Hauptsächlich um Berufsverkehr aus Richtung Bargteheide nach Hamburg-Ost handelt (und Abends entsprechend zurück).Da würde die Nordtangente aber leider kaum Abhilfe schaffen.
Aus Sicht der Autofahrer lohnt sich eine Nordtangente doch eigentlich nur für Lieferverkehr aus Bargteheide und Kundenverkehr aus Delingsdorf und evlt. Bünnigstedt.Sämtlicher darüber hinaus laufender Verkehr mit Bestimmungsort Gewerbegebiet Nord von weiter weg kommt ohnehin primär von der A1 Abfahrt Ahrensburg oder Bargteheide, oder evtl. aus Hamburg über die B75.Sprich die Anzahl der Fahrzeuge, die dann tatsächlich die Nordtangente als Abkürzung nutzen würden, sollte doch eher überschaubar sein, und ebenso dann leider auch die erhoffte Entlastungswirkung auf die B75.

Ich halte eine weitere Zufahrtsmöglichkeit zum Kornkamp bzw. Gewerbegebiet Nord in Form der Nordtangente nicht für verkehrt, fürchte aber, das der Aufwand in keinem Verhältnis zum erhofften Nutzen steht.Vieleicht kann man mich diesbezüglich mal aufklären, zumal die IGANO ja sicherlich auch das erwähnte Gutachten zur Nordtangente im Detail kennt.

Darüber hinaus fände ich es schöner, wenn es hier ein richtiges Forum zur Diskussion gäbe, Momentan ist das hier ja nur ein bezüglich der Nutzung umdeklariertes Gästebuch.
Kommentar von einem IGANO Mitglied | 14.12.2009
In dem über die Nordtangente von Norden her angeschlossenen Gewerbegebiet arbeiten ca 12.000! Menschen. Ahrensburg hat einen erheblichen Einpendlerüberschuss. Viele Menschen aus aus dem Norden von Ahrensburg würden die Nordtangente nutzen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen oder zum größten Publikumsmagneten Famila zu fahren.

Das Gutachten zur Verkehrswirksamkeit kam auf eine Entlastungswirkung für die B75 von 7.000 - 8.000 Kfz/24h. Das entspräche fast einer Halbierung des jetzigen Verkehrsaufkommens.

Das Gutachten wurde außerdem vor dem Bau des Bahnhaltepunktes Gartenholz erstellt, der nun fast fertiggestellt ist. Da dieser Haltepunkt besonders für Pendler aus dem Norden von Ahrensburg mit dem Ziel Hamburg interessant ist, die bisher erst am Hauptbahnhof Ahrensburg vom Auto in den Zug gestiegen sind, ensteht hier ein weiteres Entlastungspotential für die Lübecker Straße und die Innenstadt.
Kommentar von Der Thomas | 14.12.2009
Hm, so wirklich überzeugt bin ich aber nicht.Ich halte einfach eine prognostizierte Halbierung des Verkehrsaufkommen auf der B75 im betroffenen Teilbereich durch die Nordtangente für eine sehr gewagte These des Gutachtens.Das würde ja bedeuten, das ca. 50% des momentanen Verkehrs über die B75 auf dem beklagten Abschnitt zwischen Richtung Bargteheide und dem Gewerbegebiet ablaufen würde, und das kann ich kaum glauben.Da würden mich diesbezüglich weitere Details des Gutachtens interessieren.

Natürlich hat Ahrensburg und somit auch das Gewerbegebiet Nord einen Überschuss an Einpendlern, der Bärenanteil an diesen dürfte aber aus Richtung Hamburg kommen, wie man auch an dem tagtäglichen Verkehrstheater an der AOK-Kreuzung sehen kann.Auch die Menschen aus und nach der Bargteheider Ecke, die in bzw. von dem Hamburger Osten über die B75 einpendeln werden von der Nordtangente keinen Gebrauch machen, da sie einen Umweg bedeuten würde. Und je weiter man hinter Bargteheide nach Norden schaut, umso eher fahren die Leute ohnehin über die Autobahn.

Und der sogenannte Ahrensburger Norden (wer genau soll das in diesem Zusammenhang eigentlich, mit Ausnahme des Gartenholzes, sein ?) wird von der Tangente als Abkürzung in vielen Fällen auch nichts haben, da sie ebenfalls einen Umweg bedeuten würde.Die Verbindung Reeshoop/Bünnigstedter Straße -> B75 liegt einfach viel zu weit nördlich, als das sie einen attraktiven Weg in's Gewerbegebiet darstellen würde, und gerade der Kremerbergsweg ist alles andere als eine attraktive Verbindungsstraße.

Anders wäre es evtl., wenn der Mühlenredder keine Einbahnstraße (mehr) wäre, oder es irgendwann wirklich eine stadtnahe ahrensburger Westumgehung Bünningstedter straße -> B75 geben würde, aber an beides wird man wohl in überschaubaren Zeitabschnitten nicht zu glauben brauchen.

Auch für den Teil des Gartenholzes, der über die Straße "Am Weinberg" angebunden ist, wäre die Nordtangente ein Umweg.Selbst für den anderen Teil, der in Höhe Rosenhof auf die B75 führt wäre die Fahrzeit vermutlich höchstens gleichlang.Außerdem müßten beide bei Nutzung der Nordtangente erst auf genau dem jetzt überlasteten Teil der B75 fahren, um zur Nordtangente zu gelangen, ein Irrwitz !

Für die Bewohner des Gartenholzes sollte man also eher eine kurze Verbindung zwischen Gartenholz und Kornkamp irgendwo im Bereich des entstehenden Bahnhofs Gartenholz errichten (theoretisch).Etwas anderes wäre es vieleicht, wenn der nördliche Bereich des Gartenholz über eine Stichstraße an die geplante Nordtangente angeschlosen würde.

Auch der im Bau befindliche Bahnhof im Gartenholz soll ja primär die Anbindung Gewerbegebiet Nord Richtung Lübeck/Hamburg per Bahn verbessern, ist also aus Sicht der Ahrensburger Auspendler auch primär nur für die "Gartenhölzer" interessant, denn (siehe oben) für fast alle anderen Ahrenburger wäre die Anfahrt zu diesem Bahnhof per Auto auch mit Nordtangente nicht attraktiv.Mit großartigem P+R-Verkehr über die Nordtangente kann man also vermutlich ebenfalls nicht rechnen.

Also abschließend nochmal zusammengefaßt sehe ich folgendes Problem : Die Nordtangente würde dann Sinn machen, wenn sich das Hauptverkehrsaufkommen auf der B75 im besagten Teilbereich zwischen den Start/Endregionen Bargteheide und Gewerbegebiet Nord abspielen würde.Vermutlich wird es aber zwischen Bargteheide und östlichem Hamburg, also dem Verlauf der B75 folgend stattfinden, und da würde die Nordtangente leider kaum helfen.

Letztlich fürchte ich eben, das nur eine große Westumgehung der B75 um ganz Ahrensburg herum wirklich helfen würde das eigentliche Problem zu lösen, aber das dürfte bis auf weiteres wohl mehr als unrealistisch sein...
Kommentar von einem IGANO Mitglied | 15.12.2009
Das Gutachten zur Verkerswirksamkeit der Nordtangente wurde von dem Planungsbüro Masuch + Olbrisch im Jahr 2006 erstellt. Hierzu wurden umfangreiche Verkehrszählungen an diversen Knotenpunkten durchgeführt (nicht nur an der Lübecker Straße).
Das Ergebnis war eindeutig. Es handelt sich hier übrigens um ein sehr renommiertes Planungsbüro. Gerade wurden umfangreiche Untersuchungen des gesamten Verkehrsaufkommens im Zuge des "Masterplan Verkehr" abgeschlossen. Wir gehen davon aus, dass sich auch hier der Trend bestätigen wird.

Der Bärenanteil der Einpendler kommt nicht aus dem Raum Hamburg nach Ahrensburg sondern aus dem Kreis Stormarn, nämlich genau über die Lübecker Straße. Hier ein Link zur genauen Übersicht.

Mit dem "Ahrensburger Norden" waren die Gemeinden nördlich von Ahrensburg bis Bargteheide gemeint. Viele dieser Menschen fahren zum Einkaufen nach Ahrensburg und eben auch zu Famila. Besonders für diese Menschen ist der neue Haltepunkt Gartenholz als P+R Anschluss interessant. Ich denke, es wird nach dessen Eröffnung im März max. ein halbes Jahr dauern, bis sich diese neue Möglichkeit herumgesprochen hat. Dann geht das Gartenholz im allmorgendlichen Parksuchverkehr der Pendler unter.

Eine Fortführung der Nordtangente nach Westen zur Bünningstedter Straße ist ja bereits angedacht. Ob sie wirklich nötig/sinnvoll ist werden die neuen Verkehrszahlen zeigen. Gleichzeitig wird auch eine Südtangente untersucht. Mit ihr würde dann eine durchgängige Umgehung um ganz Ahrensburg herum entstehen.

Ich denke es ist schwierig, wie sie es tun, bei derart komplexen, verkehrlichen Zusammenhängen "aus dem Bauch heraus" zu urteilen. Es haben sich neben der Verwaltung von Ahrensburg bereits mehrere externe Planungsbüros mit der Nordtangente beschäftigt. Alle kamen nach umfangreichen Analysen zum gleichen Ziel: Die Nordtangente macht Sinn und schafft erhebliche Entlastung auf der Lübecker Straße.

Und das alles bei nur ca. 900 Metern Länge!
Kommentar von Der Thomas | 15.12.2009
Erst einmal Danke an das Team, das sie meinen letzten Beitrag etwas lesefreundlicher umformatiert haben, und dafür, das sie so promt antworten.

Gibt es das angesprochenen Gutachten eigentlich als ganzes irgendwo online abrufbar bzw. anderweitig einsehbar ? Mich würden die Einzelheiten sehr interessieren.
Kommentar von einem IGANO Mitglied | 16.12.2009
Das Gutachten aus dem Jahre 2006 ist leider nicht online verfügbar. Sie können auf Nachfrage aber sicherlich im Bauamt einen Blick darauf werfen.

Gestern wurden die Zahlen aus den umfangreichen Verkehrserhebungen zum Masterplan Verkehr präsentiert.
Diese sind viel detaillierter und werden in den nächsten Tagen über www.ahrensburg.de verfügbar sein.

Der Trend hat sich hier klar bestätigt.